DEUTSCHER TEXTDICHTER-VERBAND e.V.
GERMAN LYRICISTS ALLIANCE

Geschichte

Deutscher Textdichter-Verband e. V. (DTV)

Singe, wem Gesang gegeben
Ein schönes Sprichwort, dem die Menschen seit Urzeiten freudig folgen. Doch zum Singen braucht man immer ein Lied, das irgendwie entstanden sein muss. (...) Hinter allem, was gesungen und gespielt wird, stehen am Anfang Menschen, denen das einfiel oder noch einfällt, was andere dann voll Freude singen. Es sind dies zum einen die Komponisten und zum anderen – und um diesen Beruf bzw. diese Berufung soll es hier gehen – die Textdichter.

Das war das Grußwort des ehemaligen Präsidenten Hans Hee (1924-2009), der dem Deutschen Textdichter-Verband von 1993 bis 2007 vorstand. Er sah Komposition und Text als möglichst bis weit über die goldene Hochzeit hinaus sich treu bleibendes und liebendes Paar. Beide Berufe sind eng miteinander verbunden, haben aber doch ihre eigenen Ziele und Berufsinteressen. Ja, und um diese Berufsinteressen insgesamt besser vertreten zu können, haben sich die deutschen Textdichter zusammengeschlossen, weil gemeinsam immer mehr zu erreichen ist. Das galt damals wie heute.

Der Librettist Richard Bars (1890-1987) ist der eigentliche Urvater des DTV. Seit 1919 Vorstandsmitglied des "Verbandes Deutscher Bühnenkomponisten und Bühnenschriftsteller", gründete er gemeinsam mit dem Urheberrechtler Dr. Wenzel Goldbaum 1923 die "Zentralstelle für Bühnenautoren und -verleger" in Berlin, der 1926 wieder auf Initiative von Richard Bars die "Versorgungsstiftung der Textdichter" folgte.

Wenn man so will, war das schon die Grundsteinlegung für den "Bund deutscher Librettisten und Liederdichter (BdLL)", der 1945 ebenfalls unter maßgeblicher Mitwirkung von Richard Bars entstand. Anfang der 1960er Jahre gab sich der BdLL dann den neuen, heute gültigen Namen "Deutscher Textdichter-Verband (DTV)" als eingetragener Verein (e.V.) mit Sitz in München. Seine Vereinsregister-Nummer ist 7456.

Der erste 1. Vorsitzende bzw. Präsident des DTV war Kurt Schwabach, dem im Laufe der Jahre dann Günther Schwenn, Willy Dehmel, Hans Fritz Beckmann, Carl-Ulrich Blecher, Heinz Korn, Hans Hee und Frank Dostal folgten, der den Verband seit 2007 führte. Nach seinem überraschenden Tod im Frühjahr 2017 wurde Frank Ramond zum Nachfolger gewählt.